

128 Seiten. Gebunden.
Preis: 6,95 €
Der inszenierte Blick Theater, Film und Fernsehen – Anmerkungen zu einer Arbeitsbeziehung Herausgegeben von Wolfgang Bergmann aus Anlass des zehnten Geburtstags des ZDFtheaterkanal
Regisseure, Autoren und Produzenten beleuchten die Beziehung von Theater und Fernsehen. In kurzen Texten berichten Praktiker, die es wissen müssen, über eigene Produktionen, die Zusammenarbeit mit bedeutenden Theaterregisseuren wie Thomas Ostermeier und Michael Thalheimer oder die Recherche zu Mammut-Projekten zur Erforschung der Theatergeschichte in Bildern.
Wie entsteht eine Theateraufzeichnung? Warum macht man Theaterfilme? Auf solche Fragen versuchen die Autoren Antworten zu finden. Wobei eines doch immer fest steht: Wie vielschichtig und kompliziert das Verhältnis auch manchmal sein mag, sie können doch nicht voneinander lassen, Theater und Fernsehen.
Rund 50 Farbfotografien zeigen die schönsten Filme und Aufzeichnungen aus zehn Jahren ZDFtheaterkanal. Eine Chronik liefert zusätzlich einen Überblick über alle Theaterproduktionen aus diesem Zeitraum. „Der inszenierte Blick“ ist eine unverzichtbare Textsammlung für all jene, die sich für den Umgang mit der darstellenden Kunst im technischen Medium Fernsehen interessieren. Theater und Fernsehen beflügeln sich gegenseitig. Sie waren und sind immer wieder für Überraschungen gut, das zeigt dieses Buch.
„Immer wieder taucht die Frage auf, ob das Fernsehen den Blick des Zuschauers nicht bevormundet und ein authentisches Theatererlebnis verunmöglicht. Diese Diskussion ist aus zwei Gründen sinnlos. Erstens gibt es keine generelle Zuschauerperspektive, nicht im Theater und auch nicht vor dem Fernseher. Und zweitens würde niemand, der das schwierige Geschäft der Fernsehadaption von Theaterstücken betreibt, behaupten, er vermittle ein authentisches, unverändertes Bild des Bühnengeschehens. Es sind einfach zweierlei Paar Schuhe, mit denen man allerdings auf ein und demselben Pfade wandelt.